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Türkei will Lkw-Staus vor Grenze entschärfen

26.5.2019 23:10 Uhr, von Chris Ehrhardt

Ein neues System soll etabliert werden, um den Lkw-Verkehr vor den Grenzübergängen aus der Türkei zu entlasten. Oftmals müssen die Brummifahrer viel Zeit mitbringen, wenn sie die Türkei verlassen wollen. Um solche kilometerlangen Staus an den 30 Grenzübergängen zukünftig zu verhindern, will Handelsministerin Ruhsar Pekcan das System ändern.

Pekcan erklärte diesbezüglich, es sei von großer Bedeutung, dass die Zollverwaltungen mit technologischen Einrichtungen ausgestattet seien, damit der internationale Handel ununterbrochen und schnell funktionieren könne. Pekcan betonte, dass die Modernisierung des Zolls im internationalen Wettbewerb eine sehr wichtige Rolle spiele und sagte, dass die Zollverwaltungen im Zentrum der Handelserleichterungen stünden. Weiterhin führte die Handelsministerin an, dass die Türkei etliche Projekte umgesetzt habe, um die Grenzsicherheit zu gewährleisten und den Schmuggel zu unterbinden.

Am 28. Mai soll das "Transit Vehicle Tracking Program“ eingeführt werden

Die Türkei verfüge über insgesamt 30 Grenzübergangspunkte auf dem Landweg und 28 Prozent der gesamten Importe der Türkei im Jahr 2018 wären über die Straßen verlaufen, sagte die Ministerin. "Wir erledigen die notwendigen Arbeiten für die schnelle und sichere Abwicklung der Zollverfahren an den Grenzübergängen", sagte Pekcan. "Wir führen auch eine Vielzahl von Aktionen und Projekten durch, um sicherzustellen, dass Transportunternehmen und Exporteure nicht an den Grenzen warten müssen."

Im Rahmen dieser Bemühungen wird ab dem 28. Mai ein "Transit Vehicle Tracking Program“ eingeführt, mit dessen Hilfe die Grenzübergänge schnell Informationen über Lkw erhalten und die Wartezeiten an den Übergängen so verkürzt werden können, so Pekcan. Mit dem neuen System können die Zollverwaltungen vorab Informationen über die ankommenden Fahrzeuge erhalten und die Lastwagen werden weniger Zeit an den Grenzübergängen verbringen, fügte die Ministerin an.

"Mit der effektiven Risikoanalyse ist es möglich, die Fahrzeuge rauszuwinken, die möglicherweise in Schmuggelaktionen verwickelt sein könnten", sagte Pekcan. "Auf der anderen Seite wird es möglich sein, das Personal effizienter einzusetzen, da sofort Informationen zu allen Lastkraftwagen abgerufen werden können."