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Türkei will im Dezember E-Auto-Prototyp vorstellen

14.9.2019 17:09 Uhr

Die Türkei wird nach eigenem Bekunden den Prototyp des ersten einheimischen Elektroautos im Dezember 2019 vorstellen. Und das zwei Jahre nach der Gründung eines Joint Ventures von fünf lokalen Industriegiganten, wie Industrie- und Technologieminister Mustafa Varank es gegenüber der Demirören Mediengruppe meldete.

"Wir hoffen, im Dezember den fahrenden Prototyp des ersten im Inland hergestellten türkischen Autos vorstellen zu können. Dies wird ein wichtiger Schritt zum Erfolg unserer Bemühungen in diesem Industriesegment sein", sagte Varank bei einem Besuch im Demirören Media Center am 13. September. Der Prototyp ist ein elektrisches SUV – die Königsklasse der E-Mobilität - eines von fünf verschiedenen Modellen, die vom Joint Venture hergestellt werden. "Die Türkei wird das einzige Land in unserer Region sein, das einen elektrischen Geländewagen produzieren kann", erklärte Varank.

Prozess hätte mit Verzögerungen zu kämpfen

Fünf Zulieferer – die Anadolu Group, BMC, die Kiraca Holding, Turkcell und Zorlu Holding - wurden beauftragt, gemeinsam das erste einheimische Auto der Türkei herzustellen. Die Details zu den Elektroautos und ihrer Marke werden auf der feierlichen Zeremonie im Dezember bekannt gegeben, teilte der Minister mit. Nach einer Investition von 2,7 Milliarden Euro hofft die Türkei, drei Modelle mit fünf verschiedenen Karosserien herstellen zu können: Limousine, Schrägheck, Kombi, Sport und Crossover. Die Massenproduktion der Autos soll plangemäß Ende 2022 beginnen.

Varank sagte, dass es einige Verzögerungen bei der Umsetzung des Fahrplans für das türkische Auto gab und betonte: "Wir wollen den Prozess beschleunigen. Unser Präsident ist auch sehr gespannt auf die Durchführung dieses Herstellungsprozesses. Er ist nicht erfreut über die Verzögerung des Prozesses."

Eigene Automarke - Eine "Revolution" für die Türkei

Varank betonte die Bedeutung dieses Projekts für die Entwicklungsbemühungen der Türkei und sagte, auch Präsident Recep Tayyip Erdogan würden diesen industriellen Schritt gerne als Revolution angesehen wissen. "Wir sehen die Herstellung des ersten in der Türkei hergestellten Autos als ein sehr wichtiges Projekt. Es ist eine Revolution in Bezug auf unsere industriellen Bemühungen. Natürlich sollte es ein nachhaltiges und erfolgreiches Projekt sein", stellte Varank heraus.

Der Staat unterstützt den Herstellungsprozess, aber es ist eine kommerzielle Angelegenheit, die von diesen fünf Unternehmen betrieben wird, sagte Varank hinsichtlich der Finanzierungswege. "Die Automobilindustrie verändert sich. Es geht mehr um Software als um den Umgang mit Menschen. Unsere Initiative steht in engem Zusammenhang mit unseren Bemühungen, einen technologisch konzentrierten Branchenumschwung einzuleiten. Es war der richtige Zeitpunkt für uns, die Elektroautos herzustellen."

Neue Strategie für Industrie, Technologie

Varank teilte mit, dass er am 18. September in der türkischen Hauptstadt Ankara eine neue Industrie- und Technologiestrategie ankündigen werde, die den Fahrplan für die industrielle Entwicklung der Türkei bis 2023, dem hundertsten Jahrestag der türkischen Republik, festlegen wird. "Wir werden auch das Strategiepapier für Industrie und Technologie veröffentlichen. Es wird unsere Ziele und die Segmente festlegen, auf die wir unsere Entwicklungsbemühungen abstimmen werden “, betonte er.

Neben der Strategie werde auch ein Subventionssystem dahingehend geändert, dass verschiedene Anreizmechanismen unter einem Dach zusammengefasst würden, sagte der Minister.

(Hürriyet.de)

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