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Türkei weist Kritik an Absprachen mit Libyen zurück

9.1.2020 23:04 Uhr

Die Türkei hat die Kritik mehrerer europäischer Länder sowie Ägyptens an der Intervention Ankaras im Bürgerkriegsland Libyen von sich gewiesen. Eine entsprechende Erklärung der vier Länder vom Mittwoch basiere auf "falschen Annahmen und künstlich geschaffenen Argumenten", teilte das türkische Außenministerium am Donnerstag mit.

Die zwischen der international anerkannten Regierung Libyens und der Türkei im November geschlossenen Abkommen seien rechtmäßig und völlig im Einklang mit dem Völkerrecht.

Abkommen über militärische Zusammenarbeit

Die Türkei und die libysche Regierung hatten im November zwei Abkommen über militärische Zusammenarbeit sowie über Seegrenzen im Mittelmeer geschlossen. Damit erhebt die Türkei Anspruch auf Gebiete nahe der griechischen Insel Kreta, wo reiche Erdgasvorkommen vermutet werden. Zugleich ebnete das Abkommen den Weg für den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, eigene Truppen in das Bürgerkriegsland Libyen zu schicken.

Die Außenminister von Ägypten, Frankreich, Griechenland und Zypern hatten die Abkommen in einer Erklärung am Mittwoch in Kairo als "null und nichtig" bezeichnet. Das Abkommen über militärische Kooperation verstoße gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrats und gefährde die Sicherheit in der Region. Die Minister der vier Mittelmeerländer erklärten, die Vermittlungsversuche der Vereinten Nationen und den sogenannten Berliner Prozess zu unterstützen. Ziel dieser deutschen Initiative ist es, eine Libyen-Konferenz mit den internationalen Akteuren des Konflikts auszurichten.

(be/dpa)

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