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Türkei warnt türkische Bürger wegen Libyen-Eskalation

1.7.2019 12:32 Uhr

Das türkische Außenministerium hat türkische Staatsbürger am 1. Juli gewarnt, sich in Konfliktgebiete in Libyen zu begeben. Die Botschaft der Türkei in Libyen meldete auf ihrer Webseite, Menschen mit türkischem Pass sollten Regionen meiden, die von Milizen des Warlords Chalifa Belqasim Haftar kontrolliert werden, da ihre Sicherheit in den Gebieten wegen der Eskalationsstufe im Libyen-Konflikt nicht zu gewährleisten sei.

Sie forderte außerdem die türkischen Bürger auf, sich von Konfliktgebieten fernzuhalten, die unter der Kontrolle von Generalstabschef Jedalla al-Obeida stehen. Also von der Regierung, die von den Vereinten Nationen und der internationalen Gemeinschaft als einzige legitime Regierung anerkannt ist. Im Zuge des Konflikts wurden laut türkischem Außenministerium sechs türkische Staatsbürger von Milizen verhaftet, die Chalifa Belqasim Haftar zugeordnet werden. Am 30. Juni forderte das türkische Außenministerium die Miliz auf, seine Staatsbürger freizulassen.

Die Türkei erwarte eine sofortige Freilassung ihrer Bürger, andernfalls würden Haftar-Milizionäre zum legitimen Ziel. Libyen ist seit 2011 von Unruhen zerrissen, als ein Aufstand zum Sturz und Tod des diktatorisch regierenden Präsidenten Muammar Gaddafi führte. Seitdem haben sich durch die starken politischen Spaltungen Libyens zwei rivalisierende Machtsitze - einer in Tobruk und einer in Tripolis - und eine Vielzahl schwer bewaffneter Milizgruppen herausgebildet, die sich gegenseitig bekämpfen.

(Hürriyet.de)