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Türkei versteht NATO-Bedanken bei Raketenkauf

19.4.2019 14:11 Uhr

Die Türkei versteht die Besorgnis der NATO in Bezug auf den Kauf des russischen S-400-Raketensystems, sagte Außenminister Mevlüt Cavusoglu am 19. April in Ankara. "Wir müssen die Bedenken der NATO bezüglich S-400 berücksichtigen. Es ist nicht richtig, dass die Türkei diese Besorgnis ignoriert. Wir sind immer sensibel", sagte Cavusoglu auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinen polnischen und rumänischen Kollegen in der türkischen Hauptstadt Ankara.

"Unsere Verbündeten und die NATO müssen das auch verstehen. Wir brauchen dringend unser Luftabwehrsystem", sagte er. Washington fühlt sich durch den Kauf der S-400 durch die Türkei vor den Kopf gestoßen. US-Vertreter haben vorgeschlagen, dass die Türkei das US-Patriot-Raketensystem anstelle des S-400 kauft, da es mit den NATO- Systemen unvereinbar ist.

Die Türkei hat darauf geantwortet, dass die USA es abgelehnt hätten, Patriots an sie zu verkaufen, was dazu führte, dass andere Verkäufer für ein modernes Luftabwehrsystem gesucht wurden. Zudem habe Russland einen besseren Deal angeboten, der auch einen Technologietransfer inkludiere.

(Hürriyet.de)