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Türkei verhaftet 100 mutmaßliche Anhänger des IS

30.12.2019 15:08 Uhr

Türkische Behörden haben bei Razzien im ganzen Land 100 Verdächtige mit mutmaßlichen Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Montag berichtete, sollen sich darunter mindestens 50 ausländische Staatsbürger befinden.

Die meisten davon seien Iraker. Die Geheimdienstbehörde und die Anti-Terror-Spezialkräfte der Polizei hätten die Einsätze in der Hauptstadt Ankara sowie in den Provinzen Batman im Südosten, Kayseri in der Zentraltürkei und Adana im Süden zeitgleich durchgeführt, hieß es.

Seit Wochen Abschiebungen in die Heimatländer

Die Türkei schiebt seit Wochen Menschen mit angeblichen Verbindungen zu Terrororganisationen in ihre Heimatländer ab, darunter auch nach Deutschland.

Sie hatte am 9. Oktober in Nordsyrien nahe der türkischen Grenze eine Militäroffensive gegen die Kurdenmiliz YPG begonnen, die sie als Terrororganisation betrachtet. Dabei waren offiziellen Angaben zufolge auch 287 IS-Anhänger festgenommen worden, darunter Frauen und Kinder. Die YPG hatte zahlreiche IS-Kämpfer und Angehörige in Haft gehalten.

(an/dpa)

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