imago images / Rene Traut

Türkei plant weitere Abschiebung

20.11.2019 23:39 Uhr

Wie die Türkei ankündigte, werde man am Freitag eine weitere Abschiebung nach Deutschland durchführen. Ob es sich dabei um einen IS-Rückkehrer handelt, sei unklar.

Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte am Mittwoch in Berlin: "Wir haben keine belastbaren Erkenntnisse, wonach es sich hier um einen IS-Rückkehrer handelt." Dem Vernehmen nach soll er wegen illegalen Aufenthalts abgeschoben werden. Über einen Aufenthalt in Syrien oder dem Irak ist nichts bekannt.

Der Termin für die Rückführung von zwei deutschen Frauen, die ins frühere Herrschaftsgebiet der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ausgereist waren, steht dem Sprecher zufolge noch nicht fest. Die Türkei dringt auf eine schnelle Rückkehr der beiden Frauen. Seitens der Bundesregierung hieß es dazu vergangene Woche, die Herkunft der insgesamt fünf Kinder, die mit den Frauen ausreisen sollten, müsse erst zweifelsfrei geklärt werden.

Vergangene Woche hatte die Türkei eine siebenköpfige deutsch-irakische Familie mit Kontakt ins Salafisten-Milieu nach Deutschland abgeschoben sowie zwei Frauen, die sich dem IS angeschlossen haben sollen. Eine der mutmaßlichen IS-Anhängerinnen war nach ihrer Abschiebung in Deutschland in Untersuchungshaft genommen worden.

(be/dpa)

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