EPA-EFE

Türkei geht nicht konform mit EU-Entscheidung

16.7.2019 14:30 Uhr

Die Entscheidung der EU, Gespräche zum Beispiel über ein Luftverkehrsabkommen mit Ankara auszusetzen, wird die Entschlossenheit der Türkei nicht beeinträchtigen, auch weiterhin im östlichen Mittelmeer nach Erdgasvorkommen zu suchen, teilte das Außenministerium der Türkei am 15. Juli mit. Die Türkei werde ihre Rechte und die der türkischen Zyprioten weiterhin schützen und ihre Aktivitäten in diesem Bereich verstärken, hieß es in einer Erklärung des Ministeriums.

Die EU würde mit dieser Entscheidung zeigen, wie voreingenommen die EU in der Zypern-Frage reagiere. Türkische Zyprioten, die die gleichen Rechte an den natürlichen Ressourcen der Insel haben, würden nicht in Berichten erwähnt und damit vollkommen ignoriert, hieß es in der Stellungnahme. Das De-facto-Regime im nördlichen Teil der Insel im Mittelmeer wird von der internationalen Staatengemeinschaft nicht als eigenständiger Staat anerkannt.

Abschlusserklärung der EU-Kommission

Das Außenministerium fügte hinzu, dass diese Entscheidung das nur jüngste Beispiel dafür sei, wie Griechen und griechische Zyprioten ihre EU- Mitgliedschaft im Einklang mit ihren maximalistischen Positionen missbrauchen und wie sich die anderen EU-Länder instrumentalisieren lassen würden. Die EU hat am 15. Juli nach einer Tagung des Rates für auswärtige Angelegenheiten, an der die Außenminister der Mitgliedstaaten teilnahmen, eine Abschlusserklärung veröffentlicht.

Der Rat teilte in der Erklärung mit, dass wegen der "fortgesetzten und neuen illegalen Bohraktivitäten der Türkei, der Rat die Verhandlungen über das umfassende Luftverkehrsabkommen auszusetzen und auch weitere Verhandlungen mit der Türkei vorläufig aussetzen würde."

(Hürriyet.de)

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