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Türkei ermauert sich Remis in Frankreich

14.10.2019 23:01 Uhr, von Chris Ehrhardt

Die Vorzeichen vor dem Match Frankreich gegen die Türkei standen fest. Das Team, das siegen würde, wäre so gut wie durch und mit mehr als einem Bein bei der Euro2020. Bei einer Niederlage könnte es besonders für die Türkei nochmals eng werden, die noch gegen Island und damit den Tabellendritten antreten muss. So sah auch das Spiel aus. Frankreich drückte über weite Strecken des Matches, stand aber gegen eine vielbeinige Abwehr der Türkei, die hinten zwei bis drei Busse im Strafraum parkte. Einen späten Treffer vom eingewechselten Olivier Giroud konterte nur fünf Minuten später der ebenso eingewechselte Kaan Ayhan von Fortuna Düsseldorf zum Endstand von 1:1.

In der ersten Hälfte sah es zuerst so aus, als würde die Türkei gegen die Franzosen mitspielen wollen und ein offenes Spiel gestalten. Doch als der Weltmeister nach rund zehn Minuten im Spiel war und über Antoine Griezmann Betrieb in der türkischen Hälfte machte, ließ man sich weit zurückfallen. Konstruktive Anspiele fielen aus, denn das Passspiel war am Ende viel zu ungenau. Burak Yilmaz wirkte vorne mehr als verloren und die Franzosen rannten das Tor von Mert Günok, der wunderbar gegen Griezmann und Sissoko parierte. Immer wieder sah sich Frankreich der vielbeinigen Abwehr gegenüber, die sich hinten regelrecht verschanzte und mit zwei Viererketten operierte. So verteidigte sich die Türkei ein 0:0 zur Halbzeit zurecht.

Bildquelle: imago images / Le Pictorium

In der zweiten Halbzeit machte die Türkei wieder etwas mehr Druck, scheiterte aber an der Nachlässigkeit bei der Chancenverwertung. Burak schallerte einen Ball ins vierte Stockwert des Stadions und Ozan Tufan tat es ihm nach. Man sah den Franzosen an, wie sie mehr und mehr verkrampften. In der 75. Minute kam dann ein Tomatenanfall vom deutschen Schiedsrichter Dr. Felix Brych, der ein klares Handspiel der Türkei im Strafraum nicht sah und stattdessen Ecke pfiff. Doch eben diese Ecke war es dann, die in der 76. Minute den Kopf von Olivier Giroud fand – 1:0. Danach wurde die Türkei dann etwas wacher und mühte sich nach vorne. Und das zahlte sich in der 81. Minute aus. Calhanoglu tat das, was er kann: Freistöße schießen. Und der Freistoß erreichte den Düsseldorfer Kaan Ayan, der den Ball über die Linie brachte. Frankreich warf danach nochmals alles nach vorne, aber die Türkei stand hinten drin und schlug Ball um Ball weg. So blieb es beim für die Türkei eher schmeichelhaften 1:1 und einer Punkteteilung.

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