Hurriyet

Türkei: Durchbruch in der künstlichen Aal-Nachzucht

13.3.2019 15:23 Uhr

Im Institut für Aquakulturforschung im Mittelmeerraum in Antalya wurden zum ersten Mal künstlich Aal-Larven geschaffen. Damit ist der Türkei in der Liste von wenigen Ländern weltweit vertreten, in denen es überhaupt möglich ist, die Aal-Vermehrung künstlich anzustoßen.

Das seit einem Jahr laufende Projekt wird vom Ministerium für Land- und Forstwirtschaft sowie der Generaldirektion für Agrarforschung und –politik (TEGEM) in der Türkei nachhaltig unterstützt. Der Aal zählt aktuell zu den weltweit bedrohten Tierarten. Der Aal wird intensiv befischt und von daher ist es enorm wichtig, die Bestände immer wieder aufzustocken. Seit mehreren Jahren wird international nach Möglichkeiten gesucht, die Aal-Bestände auch künstlich zu vermehren.

Aal-Larven haben geringe Überlebensrate

Die wichtigste Forschungsarbeit des Instituts für Aquakulturforschung im Mittelmeerraum in Antalya konzentriert sich auf die künstliche Nachzucht der Aale und hier ist auch der erfolgreiche Durchbruch gelungen. Die Zucht des Aals verläuft unter schwierigen Bedingungen, denn die künstlich erzeugten Larven weisen geringe Überlebenschancen aus. Der stellvertretende Direktor des Instituts Serkan Erkan unterstreicht stolz den Erfolg, der zum ersten Mal in der Türkei erzielt wurde. Er betont, dass sich weltweit bisher nur sehr wenige Länder der kontrollierten Nachzucht von Aalen gewidmet haben.

"Japan, Ungarn und Italien sind bisher die einzigen Länder, die über die künstliche Befruchtung Aal-Larven erzeugen können. Die Türkei reiht sich nun in diese Liste ein. Unser Ziel ist es, die Aal-Bestände künstlich zu zu erhöhen und den Aal in unseren Gewässern aufzustocken. Unsere Forschungen laufen nach dem Durchbruch intensiviert weiter."

(et/Hurriyet)