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Türkei besorgt wegen der Bedrohungen

14.7.2019 9:10 Uhr

Die Türkei zeigt besorgt über die jüngsten Bombendrohungen gegen die Zentralmoschee in Köln und zwei Moscheen in München. In einer schriftlichen Erklärung vom 12. Juli erklärte das türkische Außenministerium, solche Drohungen hätten die Störung des Friedens der in Deutschland lebenden türkischen Gemeinschaft zum Ziel und man forderte von Deutschland "notwendige Untersuchungen". Diese würden, das wusste die Polizei in Köln zu bestätigen, auch ohne Aufforderungen von Amtswegen durchgeführt.

Das Ministerium würdigte jedoch auch die raschen Bemühungen der lokalen deutschen Sicherheitsbehörden, Sicherheitsmaßnahmen gegen solche Angriffe zu ergreifen. In der Erklärung steht zu lesen, dass die Tendenz zu Islamfeindlichkeit und Fremdenfeindlichkeit zunehmen würden und dass diese Bedrohungen nicht nur für die Muslime, sondern für die gesamte Bevölkerung eine Bedrohung darstellen.

Anonyme Täter schwer zu stellen

"Wenn die Täter nicht vor Gericht gestellt werden und nicht zur Rechenschaft gezogen werden, ist es nicht möglich, solche Angriffe zu stoppen", sagte Kazim Türkmen, Vorsitzender der DITIB, gegenüber türkischen Medien. Doch für solche Maßnahmen muss man natürlich der Täter erst einmal habhaft werden – was bei anonymen Drohungen nicht immer so einfach ist, wie die Polizei berichtet.

In Deutschland lebt nach Frankreich die zweitgrößte muslimische Community in Westeuropa. Unter den rund 4,5 Millionen Muslimen des Landes haben rund 3 Millionen türkische Wurzeln.

(Hürriyet.de)