Hürriyet

Türkei besorgt über Situation in Kaschmir

31.5.2019 7:33 Uhr

Die Türkei ist "zutiefst besorgt" über die Sicherheitslage und die humanitäre Situation in der von Pakistan, Indien und China umstrittenen Region Jammu und Kaschmir, sagte Außenminister Mevlüt Cavusouglu am 29. Mai via Twitter.

"Die Türkei wünscht sich aufrichtig, dass die Kaschmir-Frage auf friedlichem Wege zwischen Indien und Pakistan auf der Grundlage einschlägiger UN-Resolutionen im Einklang mit den Bestrebungen der Bevölkerung von Kaschmir gelöst wird", twitterte Cavusouglu. Seine Tweet folgte auf ein Treffen der Kontaktgruppe zu Jammu und Kaschmir in Saudi-Arabien in Jeddah, bei dem er die türkische Präsidentschaft der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) an Saudi-Arabien übergeben hatte. Die Türkei übernahm 2016 die Amtszeit der OIC.

Kaschmir-Region seit 1948 umkämpft

Jammu und Kaschmir, eine Himalaya-Region mit muslimischer Mehrheit, werden teilweise von Indien und Pakistan gehalten und von beiden vollständig beansprucht. Ein kleines Stück Kaschmir wird auch von China gehalten. Seit ihrer Teilung im Jahr 1947 führten die beiden Länder drei Kriege - 1948, 1965 und 1971 - um Kaschmir. Auch am Siachen-Gletscher im Norden Kaschmirs haben indische und pakistanische Truppen seit 1984 zeitweise gekämpft. Ein Waffenstillstand trat 2003 in Kraft.

Einige Gruppen in Jammu und Kaschmir haben gegen die indische Herrschaft für die Unabhängigkeit oder für die Vereinigung mit dem benachbarten Pakistan gekämpft. Nach Angaben mehrerer Menschenrechtsorganisationen sind seit 1989 Tausende von Menschen bei dem Konflikt in der Region getötet worden.

(Hürriyet.de)