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Türkei besorgt über Ausschreitungen in Aden

12.8.2019 12:12 Uhr

Das türkische Außenministerium äußerte sich am Sonntag besorgt über die in den letzten Tagen eskalierten Spannungen in der jemenitischen Hafenstadt Aden.

"Wir sind sehr besorgt über die jüngsten bewaffneten Zusammenstöße in der jemenitischen Stadt Aden, bei denen viele Jemeniten getötet oder verwundet wurden", heißt es in einer schriftlichen Erklärung des Ministeriums.

Es sei traurig, dass die Auseinandersetzungen auch während des Opferfestes Eid al-Adha, dem höchsten islamischen Feiertag, fortgesetzt wurden, an dem Frieden, Freundschaft und Solidarität vorherrschen sollten, heißt es in der Erklärung.

Lösung liegt im Dialog

Das Ministerium forderte alle Parteien im Jemen auf, keine Schritte zu unternehmen, die die politische und humanitäre Krise im Land weiter verschärfen, und im Dialog nach einer Lösung zu suchen.

"Die Türkei wird die internationalen Bemühungen zur Schaffung von Sicherheit und Stabilität sowie zum Schutz der Einheit und Integrität des Jemen weiterhin unterstützen", hieß es weiter in der Erklärung des Außenministeriums.

Eskalation in Aden

Die Spannungen in der Hafenstadt Aden im Jemen eskalierten seit dem 7. August, als die dem Südlichen Übergangsrat (STC) loyalen Sicherheitstruppen der Vereinigten Arabischen Emirate gegen die Truppen der von den Vereinten Nationen anerkannten libyschen Regierung des Nationalen Abkommens (GNA) antraten.

Am späten Samstagabend besetzten die Sicherheitskräfte Adens Maasheeq-Präsidentenpalast und einige strategische Regierungsinstitutionen. Nach Angaben des UN-Büros im Jemen wurden seit dem 8. August mindestens 40 Zivilisten getötet und 260 bei Zusammenstößen verletzt.


(be)

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