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Türkei besiegt Andorra mit 2:0

17.11.2019 22:45 Uhr, von Chris Ehrhardt

Im letzten EM-Qualifikationsspiel der Gruppe H gegen Andorra ging es für die Türkei um nichts mehr. Hier konnte Trainer Senol Günes etwas ausprobieren und die Spieler von der Leine lassen, die sonst eher wenig Spielzeit hatten. Und er konnte Ahmed Kutucu einsetzen, damit der sich für die Türkei festspielt, was der Coach auch tat. Am Ende reichten vier "wache Minuten" dem türkischen Team, den 2:0-Auswärtssieg gegen Andorra einzufahren.

Die Türkei versuchte sofort mit dem Anpfiff druckvoll zu operieren. Man wollte Andorra umgehend zeigen, dass man dieses letzte Gruppenspiel siegreich gestalten wollte. Das zahlte sich in der 17. Minute aus. Der in den Niederlanden geborene Ömer Bayram versuchte sich mit einer Hereingabe, die aber zu seinem Glück abgefälscht wurde. Dadurch geriet Keeper Josep Gomes "ins Schwimmen" wehrte falsch ab und bugsierte den Ball vor die Füße von Enes Ünal, der nur noch "einlochen" musste – 0:1. Gomes stand auch wenig später im Brennpunkt, als er gegen den Torschützen Ünal sehr ungeschickt operierte und ihm in die Beine fuhr. Klarer Fall: Elfmeter. Zum Strafstoß trat in der 21. Minute Enes Ünal selbst an und machte das Tor sicher – 0:2. Danach stellte die Türkei den Dienst nach vorne nahezu ein und es ging mit dem sicheren Vorsprung in die Pause.

In der Kabine wird man dem türkischen Team die 2:0-Führung von Frankreich kommuniziert haben, denn es war total der Druck aus dem Spiel. Durch das Resultat in Albanien würde es wohl nichts mehr mit der Tabellenführung werden. In der 68. Minute klingelte es zwar nochmals im Kasten von Andorra, aber der gebürtige Karlsruher Berkay Özcan, der zuvor für den Mannheimer-Jung Hakan Calhanoglu gekommen war und die beide für den Karlsruher SC spielten, stand bei seinem Treffer deutlich im Abseits. Danach ging das Spiel auf Sparflamme weiter. Für den Schalker Ahmed Kutucu war das Spiel in der 85. Minute beendet. In der Zeit hatte der Youngster einen Torschuss hinlegen können. Es blieb dann auch beim 2:0-Auswärtssieg, der zwar den zweiten Gruppenplatz bedeutete, aber erneut offenlegte, wie groß das Problem in der Offensive ist. Bei 81 Prozent Ballbesitz und 13 Torschüssen nur zwei Treffer zu erzielen, ist schlicht zu wenig.

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