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Boateng über Tönnies: "Drei Monate Pause, wem bringen die was?"

11.9.2019 9:43 Uhr

Kevin-Prince Boateng ist nicht glücklich mit dem Umgang mit Schalke-Chef Tönnies nach dessen rassistischen Asusagen. Laut ihm hätte man ein anderes Zeichen setzen müssen, als auf ein Verfahren zu verzichten, wie es die Ethikkommission des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) entschied.

Tönnies selbst legte als Konsequenz fest, dass er sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender bis Mitte November ruhen lässt."Einem Mann in seiner Position darf so etwas nicht passieren. Wenn gesagt wird, das sei ein Ausrutscher gewesen - ich weiß nicht, wie solche Sachen rausrutschen sollen. Seine drei Monate Pause, wem bringen die etwas? Niemandem! Da hätte man ein anderes Zeichen setzen müssen", sagte der frühere Schalke-Profi Boateng der Sport-Bild.

"Wenn's dunkel ist..."

Tönnies hatte am 1. August in einer Rede zum Unternehmertum die Finanzierung von Kraftwerken in Afrika empfohlen und dabei gesagt: "Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn´s dunkel ist, Kinder zu produzieren."Boateng, der sich mehrmals öffentlich gegen Rassismus eingesetzt hat und 2013 vor der UNO in einer Rede mehr Engagement gegen Rassismus eingefordert hatte, hätte sich ein anderes Durchgreifen gewünscht. "Die Möglichkeit war da, allen zu zeigen, dass so etwas nicht akzeptiert wird. Nicht in Deutschland. Nicht in der Bundesliga. Nicht in unserem Verein", sagte der 32-Jährige, der seit diesem Sommer für den italienischen Erstligisten AC Florenz spielt.

(be/afp)

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