dpa

Tödliche Schüsse bei Trauerfeier von erschossenem Rapper

12.4.2019 17:31 Uhr

Mehr als 20.000 Menschen haben dem erschossenen Rapper Nipsey Hussle ihre letzte Ehre erwiesen. Und wieder fielen tödliche Schüsse.

Freunde, Fans und Angehörige des erschossenen Rappers Nipsey Hussle haben bei einer großen Trauerfeier von dem Musiker Abschied genommen. Im Staples Center in Los Angeles fanden sich am Donnerstag nach US-Medienberichten mehr als 20.000 Menschen ein.

Ein Toter und drei Verletzte bei erneuten Schüssen

Tausende säumten die Straßen, als der Sarg mit Hussles Leichnam nach der Trauerfeier auf einer Strecke von 40 Kilometern durch mehrere Stadtteile von Los Angeles gefahren wurde. Dabei kam es Polizeiangaben zufolge erneut zu tödlichen Schüssen aus einem fahrenden Auto heraus: Ein Mensch wurde getötet, drei weitere verletzt. "Wir müssen diese sinnlose Gewalt stoppen", twitterte der Polizeichef von Los Angeles.

Snoop Dogg, Stevie Wonder und Ex-US-Präsident Obama würdigen Hussle

Rapper Snoop Dogg würdigte seinen Kollegen als liebenswerten Menschen, der sich für die Versöhnung von rivalisierenden Banden stark gemacht habe. Stevie Wonder spielte Songs wie "Rocket Love" und "Tears in Heaven". Der Sänger mahnte vor Waffengewalt. Es seien schon genug Menschen durch Waffen getötet worden, sagte Wonder. Es wurde auch ein Brief von dem früheren US-Präsidenten Barack Obama verlesen, der darin Hussles Wandlung zu einem Friedensaktivisten als Vorbild für junge Menschen würdigte.

Die Ermordung des Rappers

Die Prozession führte auch an einem Bekleidungsladen vorbei, dessen Mitbesitzer Hussle war, wo der Musiker Ende März erschossen worden war. Der mutmaßliche Täter war nach Angaben der Polizei mit dem Rapper in Streit geraten. Zwei Tage nach der Tat wurde der 29-jährige Verdächtige festgenommen und wegen Mordes angeklagt. Er plädierte vor Gericht auf nicht schuldig.

Mit "Victory Lap" war Hussle bei den diesjährigen Grammy Awards für das beste Rap-Album nominiert. Hussle, der nach eigenen Angaben einst selbst in einer berüchtigten Straßengang war, hatte sich neben der Musikerkarriere in seiner Gemeinde gegen Bandenkriminalität engagiert.

(gi/dpa)

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