afp

Tödliche Kopfschüsse: Lebenslange Haft für zwei Männer

22.1.2020 15:47 Uhr

Aus purer Mordlust töteten die 30 und 40 Jahre alten Angeklagten im Dezember 2018 eine 25-jährige Frau. Jetzt wurden sie zu lebenslanger Haft verurteilt.

Die Angeklagten hatten im Dezember 2018 eine halbautomatische Waffe gestohlen und mit dieser aus reiner Mordlust die 25-jährige Freundin des jüngeren Angeklagten an einem Campingplatz getötet, wie sich das Berliner Landgericht in seinem Urteil am Mittwoch überzeugt zeigte. Die Männer hätten töten wollen, "um zu sehen, wie das ist, wenn jemand stirbt", sagte der Vorsitzende Richter Gregor Herb. Demnach stahlen die Männer die Waffe aus dem Wohnwagen einer Bekannten und fassten eigentlich den Plan, den Vater des 40-Jährigen damit zu töten. Dieser sei aber "nicht greifbar" gewesen, wogegen die Freundin des 30-jährigen Angeklagten vor dem Campingplatz nichtsahnend auf die beiden Männer gewartet habe. Also habe T. ihr zunächst in den Arm und dann in den Hinterkopf geschossen. Im Krankenhaus erlitt die Frau den Hirntod.

Unterbringung in einer Erziehungsanstalt

Für beide Männer ordnete Richter Herb zudem die Unterbringung in einer Erziehungsanstalt an. Mit der Entscheidung zur lebenslangen Haftstrafe folgten die Richter dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft. Die Verteidiger der Männer hatten neun beziehungsweise elf Jahre Haft gefordert.Das Urteil kann noch angefochten werden. Im ersten Anlauf war der Prozess gegen die Männer aus formalen Gründen ausgesetzt worden, der zweite Anlauf vor dem Berliner Landgericht begann im Juli 2019.

(be)

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