dpa

Tödliche Eskalation in Gaza - achtzehn Tote

5.5.2019 16:58 Uhr

Die Gewalt im Gazastreifen findet von beiden Seiten kein Ende. Mindestens achtzehn Menschenleben sind derzeit zu beklagen. Dabei kamen drei Menschen durch den Raketenbeschuss ums Leben und von Israel wurden nach eigenen Angaben vierzehn bewaffnete Palästinenser und ein Hamas-Kommandeur neutralisiert.

Im Grenzkonflikt zwischen Israel und den Palästinensern im Gazastreifen sind am Sonntag mindestens 18 Menschen getötet worden. Drei Menschen starben in Israel nach amtlichen Angaben durch Raketenbeschuss aus dem von der radikal-islamischen Hamas beherrschten Gazastreifen, zwei in Aschkelon und einer in Ashdod. Ein Fahrer starb auf der israelischen Grenzseite, als sein Wagen von einer Panzergranate getroffen wurde. Im Gaza-Streifen starben mindestens 14 Palästinenser durch Angriffe des israelischen Militärs. Ein mutmaßlicher Hamas-Kommandeur sei bei einem gezielten Luftangriff auf sein Auto getötet worden. Der Mann sei für Geldtransfers des Iran zu bewaffneten Gruppen im Gazastreifen verantwortlich gewesen, erklärte das israelische Militär.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wies das Militär an, die nach seinen Worten "massiven Angriffe" gegen militante Palästinenser fortzusetzen. Die Truppen am Gazastreifen würden zudem durch Panzer, Artillerie und Einheiten der Infanterie verstärkt. Die Auseinandersetzungen dauerten bereits den dritten Tag in Folge an. Das israelische Militär erklärte, seit Freitag seien über 450 Raketen auf südisraelische Städte und Dörfer abgefeuert worden. Das Militär habe seinerseits etwa 220 Ziele angegriffen, die militanten Gruppen im Gazastreifen zugeordnet würden.

(Reuters)