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Syrischen Zivilisten droht humanitäre Katastrophe

21.2.2020 22:30 Uhr

Nach Angaben der UN harren hunderttausende Vertriebene im Nordwesten Syriens bei bitterer Kälte und Regen teils im Freien aus. In ihrer Not würden die Menschen Kleidung, ihre wenigen geretteten Möbelstücke oder Material, das giftige Dämpfe freisetzt, verbrennen, um sich aufzuwärmen, sagte der Sprecher des UN-Nothilfebüros, Jens Laerke, am Freitag in Genf. Fast zwei Drittel der rund 900.000 seit Dezember Vertriebenen seien Minderjährige.

Die Lage in der Region um die letzte Rebellenhochburg Idlib war zuletzt eskaliert. Die von Russland unterstützten Regierungstruppen rücken vor. Trotz einer Waffenruhe setzten sie die Angriffe in den vergangenen Wochen fort und konnten größere Gebiete einnehmen. Die Menschen flüchten teils in Richtung türkische Grenze.

"Katastrophale humanitäre Lage"

Am Freitag telefonierte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Alle drei Gesprächspartner hätten ihre "gemeinsame Sorge über die katastrophale humanitäre Lage der Zivilbevölkerung und das Risiko einer weiteren Eskalation zum Ausdruck gebracht" twitterte der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert.

(an/dpa)

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