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Syrische Armee zieht Belagerungsring um türkischen Posten enger

23.8.2019 12:58 Uhr

Syriens Regierungstruppen ziehen den Ring um den türkischen Beobachtungsposten in der Provinz Idlib enger. Am Donnerstag soll dieser beschossen worden sein, wie die Türkei der syrischen Armee vorwirft.

Die Kräfte des Regimes seien in die umliegenden Dörfer eingerückt, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Freitag. In dem eingekesselten Gebiet halten sich demnach auch Rebellen auf.

Syrische Truppen und Verbündete hatten im April eine Offensive auf die Region um die Stadt Idlib begonnen. In dieser Woche konnten sie die strategisch wichtige Stadt Chan Schaichun einnehmen und einen Belagerungsring um ein Gebiet im Süden der Region Idlib schließen.

Die Türkei unterstützt in dem Bürgerkrieg die Rebellen. Ankara hatte sich mit Syriens Schutzmacht Russland auf eine Deeskalationszone für Idlib geeinigt und in der Region zwölf Beobachtungsposten errichtet. Ein türkischer Präsidentensprecher erklärte in dieser Woche, sein Land plane nicht, die Posten aufzugeben.

Am Montag war ein türkischer Konvoi auf dem Weg zum jetzt eingekesselten Beobachtungsposten in dem Ort Murk aus der Luft angegriffen worden. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu warnte daraufhin, die syrische Regierung solle "nicht mit dem Feuer spielen". Am Donnerstag warf die Türkei der syrischen Armee vor, einen weiteren Beobachtungsposten beschossen zu haben. Syrien und Russland fliegen in der Region regelmäßig Luftangriffe.

(be/dpa)

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