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Syrien: UN-Gesandter eingetroffen

15.1.2019 13:20 Uhr

Geir Pedersen ist in Damaskus eingetroffen. Dies ist die erste Reise des neuen UN-Vermittlers nach Syrien.

Er wolle sich in der syrischen Hauptstadt am Dienstag mit Außenminister Walid al-Muallim treffen, hieß es aus UN-Kreisen. Beiden Seiten geht es bei den Gesprächen vor allem darum, sich kennenzulernen. Unklar war zunächst, ob Pedersen auch Syriens Machthaber Baschar al-Assad treffen wird.

Pedersen hatte das Amt Anfang des Jahres von dem Diplomaten Staffan de Mistura übernommen. Dieser hatte mehr als vier Jahre vergeblich versucht, eine politische Lösung für die seit fast acht Jahren andauernde Krise zu finden. Zuletzt bemühte er sich darum, einen vor einem Jahr beschlossenen Verfassungsausschuss ins Leben zu rufen.

Syriens Regierung zeigt sich kooperativ

Die syrische Regierung zeigte sich im Vorfeld von Pedersens Besuch offen, mit ihm zu kooperieren. Der hochrangige Mitarbeiter des syrischen Außenministeriums Aiman Susan erklärte, er hoffe, dass Pedersen "erreichen wird, was andere nicht geschafft haben".

Vor de Mistura hatten sich schon Ex-UN-Generalsekretär Kofi Annan und der algerische Diplomat Lakhdar Brahimi bemüht, als UN-Gesandte Lösungen des Syrienkonflikts zu finden. Beide traten jedoch zurück, ohne einen Durchbruch erreicht zu haben.

Geir Pederson, Dritter von rechts. Anm. d. Red.

(an/dpa)