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Syrien: Proteste gegen Assad in Rebbelenhochburg Idlib

15.3.2019 19:43 Uhr

In der syrischen Rebellenhochburg Idlib haben zum achten Jahrestag des Aufstands gegen Baschar al-Assad Hunderte Menschen demonstriert. Sie demonstrierten am Freitag in mehreren Städten in der Provinz Idlib und im Umland der Stadt Aleppo, wie Aktivisten und oppositionsnahe Medien berichteten.

Auf Plakaten forderten sie ein Ende der Herrschaft Assads. Zu lesen war auch "Stoppt das Töten" oder "Die Revolution geht weiter". Der syrische Aufstand hatte am 15. März 2011 mit friedlichen Protesten gegen die Regierung begonnen. Deren Sicherheitskräfte gingen mit Gewalt gegen Demonstrationen vor, woraus sich der Bürgerkrieg entwickelte. Mittlerweile sind in dem Konflikt nach UN-Schätzungen mehr als 400 000 Menschen getötet worden.

Große Teile des Landes werden von Assad kontrolliert

Unterstützt von Russland und dem Iran hatten die Regierungskräfte im vergangenen Jahr große Teile des Landes wieder unter ihre Kontrolle gebracht. Assads Anhänger beherrschen rund zwei Drittel des Landes, darunter die wichtigsten Städte. Die Gegner des Präsidenten werfen ihm schwere Kriegsverbrechen vor, darunter den Einsatz von Giftgas. Als letzte große Region bleibt den syrischen Rebellen nur das Gebiet um die Stadt Idlib, das von der Al-Kaida-nahe Miliz Haiat Tahrir al-Scham (HTS) dominiert wird. Zudem beherrscht die Kurdenmiliz YPG ein großes Gebiet im Norden und Osten Syriens. Sie geht derzeit nahe der irakischen Grenze gegen die letzte IS-Bastion im Land vor.

Trotz intensiver diplomatischer Bemühungen ist eine politische Lösung für den Konflikt nicht in Sicht. Ein im Frühjahr 2018 vereinbarter Verfassungsausschuss hat seine Arbeit bisher nicht aufgenommen.

(an/dpa)