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Sudanesische Konfliktparteien sollen miteinander reden

5.6.2019 22:42 Uhr

Im Konflikt zwischen der Militärführung und der Opposition im Sudan will nun Saudi-Arabien vermitteln. Vom "konstruktiven Dialog" hingen die Sicherheit und Stabilität des Landes sowie der Schutz der Bevölkerung ab, teilte das Königreich der staatlichen Nachrichtenagentur SPA zufolge mit.

In der sudanesischen Hauptstadt Khartum hatten Sicherheitskräfte gewaltsam eine Sitzblockade aufgelöst, die maßgeblich zum Sturz von Langzeitmachthaber Omar al-Baschir beigetragen hatte. Einem Ärzteverband zufolge wurden dabei mindestens 60 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt. Seit dem Putsch ringt die Militärführung mit der Opposition um die Bildung einer Übergangsregierung.

Saudi-Arabien war bisher eher teilnahmslos

Saudi-Arabien hatte die Entwicklungen im Sudan vor dem Sturz von Präsident Al-Baschir eher teilnahmslos verfolgt. Nun unterstützen Riad und die verbündeten Vereinigten Arabischen Emirate das drittgrößte afrikanische Land aber mit Hilfen in Milliardenhöhe. Die Saudis wollen damit die Verfechter eines konservativen Islam im Sudan stärken und zugleich verhindern, dass sich das Land mit ihren Rivalen wie Katar und Türkei verbrüdert. Zudem kämpfen Tausende sudanesische Soldaten im Jemen an der Seite Saudi-Arabiens.

(an/dpa)