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Suche nach Zweijährigem in Spanien: Haare in Bohrloch gefunden

16.1.2019 15:43 Uhr

Spanien bangt um einen Zweijährigen, der vermutlich in ein über 100 Meter tiefes Bohrloch gefallen ist. Nun wurden in dem Loch Haare des Jungen gefunden.

"Man hat ein paar Haare gefunden und DNA-Tests der Guardia Civil (Polizei) belegen, dass sie zu dem Kind gehören", sagte der Präfekt von Andalusien, Alfonso Rodríguez Gómez, dem Sender Cadena Ser am Mittwoch. Die Behörden werten dies als ersten Beweis dafür, dass der Junge in dem Bohrloch sein muss.Ein Lebenszeichen von dem Jungen gibt es jedoch weiter nicht. Der Bürgermeister des benachbarten Ortes Totalán, Miguel Angel Escaño, sprach von einem Hoffnungsschimmer, der "jede Minuten abnimmt". Der Vater des verunglückten Julen sagte: "Wir sehen ein wenig Licht." Seine Frau und er fühlten sich wie "tot". Sie hofften aber auf einen Schutzengel, der ihr Kind lebend zurückbringe.

Suche in 25 cm breitem Schacht

Mit einem Großaufgebot versuchten die Einsatzkräfte weiter, den Jungen zu finden und aus dem nur 25 Zentimeter breiten Schacht zu retten. Zuvor war bereits eine Tüte mit Süßigkeiten gefunden worden, die der Kleine bei sich getragen haben soll. Der Einsatz ist kompliziert. Versuche, den Vermissten mit zwei in den Schacht herabgelassenen Kameras zu orten, schlugen bislang fehl. Die Retter versuchen, zu dem bestehenden Loch zwei Schächte zu bohren - einen parallel verlaufenden und einen schräg auf das Bohrloch zulaufenden, um den Jungen zu erreichen. Totalán liegt in einer Bergregion im Süden Spaniens. Der Zweijährige war nach Angaben seiner Familie am Sonntag in das Loch gefallen, während seine Eltern in der Nähe picknickten. Der 110 Meter tiefe Schacht mit einem Durchmesser von nur 25 Zentimetern war laut örtlichen Medien im Dezember bei einer Erkundungsbohrung entstanden. Demnach war das Loch nicht abgesichert.

(be/afp)