dpa

Suche nach vermisstem Mädchen für Freitag abgebrochen

31.5.2019 19:30 Uhr

Am Donnerstag kam es auf dem Rhein in der Höhe von Gerstheim zu einem Bootsunglück, bei dem ein Schlauchboot mit drei Insassen - darunter zwei Kinder - kenterte. Zwei Erwachsene sowie ein sechsjähriges Mädchen konnten nur noch tot geborgen werden konnten, wurde die Suche nach einer Vierjährigen fieberhaft fortgeführt. Am frühen Abend wurde die Suche jedoch aus Sicherheitsgründen abgebrochen. Am Samstag geht es weiter.

Von Booten aus sollte das Rheinufer bis an den südlich Stadtrand von Straßburg abgesucht werden, ein Hubschrauber aus Deutschland sollte die Suche unterstützen, wie die französische Präfektur Bas-Rhin mitteilte. Die Suche wird von einer deutsch-französischen Einheit der Wasserschutzpolizei koordiniert. Das Schlauchboot war am Donnerstag auf dem Rhein bei Gerstheim gekentert - auf deutscher Seite auf der Höhe von Schwanau.

Urlaubergruppe aus Deutschland

Nach Angaben der Präfektur gehörten die beiden Mädchen zu einer Gruppe von sieben Urlaubern aus Deutschland, von denen sich vier an Bord des Schlauchbootes befanden. Mit den Mädchen saßen zwei Erwachsene rumänischer Nationalität in dem Boot, drei weitere Mitglieder der Gruppe warteten am Ufer. Neben der Sechsjährigen und einem 29-jährigen Insassen des Bootes kam auch ein 22-jähriges Mitglied der Gruppe ums Leben, das vom Ufer aus in den Fluss gesprungen war, um die Verunglückten zu retten. Das Schlauchboot war auf der Höhe des Wasserkraftwerks von Gerstheim rund 30 Kilometer südlich von Straßburg gekentert.

Ohne Schwimmwesten an verbotener Stelle unterwegs

An der Unglücksstelle sei jeglicher Wassersport sowie Schwimmen und Angeln verboten, hatte ein Vertreter der Präfektur am Donnerstag der Zeitung "Dernières Nouvelles d´Alsace" gesagt. Nach ersten Erkenntnissen sei das Unglück auf mangelnde Vorsicht zurückzuführen. An Bord des Schlauchbootes habe es keine Schwimmwesten für die Insassen gegeben.

(be/afp)