Studie: Wahlalter 16 birgt Potenzial, aber kein Selbstläufer

31.7.2020 14:16 Uhr

Am 31. Juli 1970 wurde das Wahlalter für Bundestagswahlen in Deutschland von 21 auf 18 gesenkt. Fünfzig Jahre später dringen viele Parteien auf eine weitere Herabsetzung. Und zwar auf 16 Jahre.

In der neuen Studie "Wählen mit 16?" der Otto Brenner Stiftung kommen die Politikwissenschaftler zu dem Ergebnis, dass wenig gegen eine Absenkung des Wahlalters spricht. Die Autoren haben die Landtagswahlen 2019 in Brandenburg und Sachsen untersucht - in Brandenburg durften 16- und 17-Jährige bereits wählen, in Sachsen nicht.

Sie stellten fest, dass es möglich sei, durch ein niedrigeres Wahlalter junge Menschen mit Politik in Verbindung zu bringen, allerdings vor allem "in privilegierten heimischen oder schulischen Kontexten". Man müsse aber insbesondere darauf achten und hinwirken, dass mit der Absenkung des Wahlalters nicht auch die soziale Ungleichheit der Wahlbeteiligung steige.

(it/dpa)