Studie: Großteil der Corona-Fälle in Wuhan blieb unentdeckt

20.7.2020 8:00 Uhr

Während des Corona-Ausbruchs in der chinesischen Metropole Wuhan ist laut einer neuen Studie ein Großteil der Fälle unentdeckt geblieben. Die Studie chinesischer Wissenschaftler wurde in der Fachzeitschrift "Nature" veröffentlicht. Demnach könnten in der ersten akuten Phase zwischen dem 1. Januar und dem 8. März bis zu 87 Prozent der Infektionen unter dem Radar geblieben sein.

Zu diesem Ergebnis kamen die Forscher, indem sie mit statistischen und epidemiologischen Modellen den Ausbruch in Wuhan rekonstruierten. Zuvor waren bereits andere internationale Studien zu dem Ergebnis gekommen, dass viele Coronavirus-Infektionen nicht erkannt werden, etwa, weil Infizierte nur schwache oder keine Symptome haben.

In Wuhan, wo die Pandemie weltweit zuerst ausgebrochen war, wurden offiziell rund 50 000 Infektionen und knapp 4000 Tote gemeldet.

(it/dpa)