Studie: Armut und Reichtum in Deutschland verfestigen sich

5.11.2018 21:23 Uhr

Berlin (dpa) - Armut und Reichtum in Deutschland haben sich nach einer Studie in den vergangenen Jahren verfestigt. Gut jeder Zwanzigste lebt demnach dauerhaft, das heißt über fünf Jahre unverändert, unter der Armutsgrenze.

Das sei mehr als noch in den 90er Jahren oder zu Beginn dieses Jahrhunderts, teilte die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung in Berlin mit. Gleichzeitig sei seit 2005 der Anteil der dauerhaft Reichen wieder gestiegen. Der Anteil der Haushalte mit mittleren Einkommen sei gesunken.

Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut der Stiftung stützt sich auf die Haushaltseinkommen bis zum Jahr 2015. Die Armutsgrenze wird dabei für Alleinstehende bei 12 192 Euro pro Jahr gezogen - nach Abzug von Steuern und Sozialbeiträgen, aber inklusive Sozialtransfers wie Arbeitslosengeld. Als reich gilt, wer im Jahr über 40 639 Euro oder mehr verfügt.

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