Symbolbild: epa/Georgi Licovski

Strom von Flüchtlingen nach Griechenland nimmt zu

18.9.2019 19:17 Uhr

Immer größer wird der Strom der Flüchtlinge von der Türkei nach Griechenland: Allein am Dienstag setzten knapp 791 Menschen zu den Inseln Lesbos, Chios, Kos und Samos über und erreichten so die EU. Dies teilte das griechische Ministerium für Bürgerschutz am Mittwoch mit.

So viele Ankünfte an einem Tag hatte es seit 2016 nicht mehr gegeben, als der EU-Türkei-Flüchtlingspakt in Kraft trat, berichtete das Staatsfernsehen.

Flüchtlingspakt zwischen der EU und der Türkei

Nach Angaben des Bürgerschutzministeriums harren auf den Inseln 27.211 Migranten aus. Im April lebten auf diesen Inseln nur 14.000 Migranten. In den vergangenen Monaten hatte stufenweise ein verstärkter Flüchtlingszustrom aus der Türkei begonnen. Im Lager von Moria von Lesbos mit einer Aufnahmekapazität für 3.000 Menschen leben 11.000 Migranten. Im Lager von Samos, wo es eigentlich Platz für nur 650 Menschen gibt, harren knapp 5.200 Migranten aus. Die Bürgermeister der Inseln haben wiederholt vor dramatischen Entwicklungen gewarnt.

Der Flüchtlingspakt zwischen der EU und der Türkei sieht vor, dass die EU alle Flüchtlinge und Migranten, die illegal über die Türkei auf die griechischen Inseln kommen, zurückschicken kann. Die Bearbeitung der Asylanträge kommt wegen Personalmangels jedoch auch heute auf den griechischen Inseln nur mühsam voran. Die neue konservative griechische Regierung, die seit Juli im Amt ist, hat angekündigt, die Asylverfahren zu beschleunigen.

(an/dpa)

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