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Streit um Hagia Sophia

12.6.2020 13:37 Uhr, von Andreas Neubrand

Die Vorsitzende der IYI Partei (Die Gute Partei), Meral Aksener, hat Präsident Recep Tayyip Erdogan dafür kritisiert, "künstliche Krisen" ausgelöst zu haben, um die Bevölkerung von den wirtschaftlichen Problemen des Landes abzulenken. Als Beispiel nannte sie die Forderung, das Hagia-Sophia-Museum wieder in eine Moschee zu verwandeln.

"Hören Sie auf, die Agenda des Landes zu ändern, indem Sie wichtige Probleme durch künstliche Krisen ersetzen", sagte Aksener am 10. Juni gegenüber ihrer Fraktion: "Wann immer Sie in den letzten 18 Jahren Probleme hatten, haben Sie die Hagia Sophia in den Fokus gestellt."

War der Gottesdienst in der Hagia Sophia rechtens?

Aksener erinnerte zudem an den parlamentarischen Antrag ihrer Partei, um zu prüfen, ob der Gottesdienst der Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) rechtens wahr. "Die AKP hatte gegen den Antrag gestimmt, die beiden Parteien MHP (Partei der Nationalen Bewegung) und die HDP (Demokratische Volkspartei) haben sich enthalten und somit wurde der Antrag abgelehnt."

"Diese Schande ist genug für Sie", sagte Aksender mit Blick auf die Ablehnung des Antrags durch die AKP. Diese wolle erst die Entscheidung des Staatsrats über den Status der Hagia Sophia abwarten. Die AKP betonte außerdem, dass jedwede Öffnung der Hagia Sophia im Einklang mit dem Gerichtsurteil stehen werde. Die ehemalige griechisch-orthodoxe Kathedrale ist seit 1934 ein Museum. Griechenland hatte die Türkei im Rahmen der Feierlichkeiten zum 567. Jahrestag der Eroberung Istanbuls durch das osmanische Reich scharf für den Koranabend in der Hagia Sophia kritisiert, was Ankara deutlich zurückgewiesen hat.

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