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Streit in der AfD vor Parteitag

31.5.2019 19:05 Uhr

Der Machtkampf im Vorstand der baden-württembergischen AfD spitzt sich kurz vor dem Parteitag zu. In einer Erklärung, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, werfen sieben Vorstandsmitglieder um Landeschef Bernd Gögel dem Co-Sprecher Dirk Spaniel "Halbwahrheiten und Verdrehungen" vor. Spaniel und Schatzmeister Frank Kral beschuldigten hingegen Gögel und die anderen Vorstandskollegen der Verleumdung und sprachen von einer Intrige.

Gögel und Spaniel waren erst beim Landesparteitag Ende Februar neu in den Vorstand gewählt worden. Unmittelbar nach der Europa- und Kommunalwahl drang ein heftiger Streit im Landesvorstand an die Öffentlichkeit. Es geht um Intrigen, rüden Umgangston, eine Schmäh-Mail, um zu hohe Telefonrechnungen und Alleingänge.

Privater Rachefeldzug gegen Weidel?

Seit Tagen werden heftige Anschuldigungen verbreitet. Die Vorstandsmitglieder um Gögel warfen Spaniel am Freitag vor, "mit Pseudosachlichkeiten das Grundsätzliche zu verschleiern". Spaniel habe sich unter anderem Krals Gefolgschaft durch materielle Versprechen gesichert. Kral sei zudem mit dafür verantwortlich, dass die Presse Kontoauszüge des Bodenseekreises veröffentlichte. "In seinem privaten Rachefeldzug gegen Frau Weidel hat er beim Versuch mitgewirkt, die eigene Parteivorsitzende zu desavouieren. Er hat damit der Partei größtmöglichen Schaden zugefügt", heißt es in dem Schreiben mit Bezug auf die Spendenaffäre um Bundestagsfraktionschefin Alice Weidel.

Spaniel wehrte sich gegen die Vorwürfe. Die sieben Vorstandsmitglieder versuchten «offensichtlich mit allen Mitteln, ihre Haut zu retten». Er hielt ihnen unter anderem Verleumdung vor.

Der Landesparteitag der AfD in Baden-Württemberg beginnt am Samstag und endet am Sonntag.

(an/dpa)