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Streit im Bundestag über Enteignung von Wohnungskonzernen

10.4.2019 21:50 Uhr

Am Mittwoch kam es im Bundestag in der Debatte um die Enteignung von großen Wohnungskonzernen zu einem heftigen Schlagabtausch. Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner warb dafür, den Mietenanstieg durch die Förderung von Wohnungsneubau zu dämpfen.

"Eine Enteignung schafft nicht eine einzige zusätzliche Wohnung", betonte Lindner in einer Aktuellen Stunde.

Enteignung "allerletztes Mittel"

Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch entgegnete, Großunternehmen wie Deutsche Wohnen und Vonovia hätten in den vergangenen Jahren nicht eine neue Wohnung gebaut. Auch die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt betonte, Enteignungen müssten als "allerletztes Mittel" möglich sein.

Für Tagebaue und neue Straßen hätten die Kritiker in den vergangenen Jahren kein Problem mit Enteignungen gehabt. In Berlin werden derzeit Unterschriften für ein Volksbegehren zur Enteignung großer Wohnungsunternehmen gesammelt.

(an/dpa)