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Streit Hoeneß gegen Breitner: Beckenbauer will schlichten

28.11.2018 13:55 Uhr

Franz Beckenbauer hofft im heftigen Streit zwischen Uli Hoeneß und Paul Breitner auf eine Versöhnung der beiden Kontrahenten.

"Ich wünsche mir, dass sich die beiden wieder zusammenraufen. Das sollte doch möglich sein zwischen zwei erwachsenen Menschen", sagte der Ehrenpräsident von Bayern München der "Bild"-Zeitung. Der "Kaiser" würde sich sogar als Schlichter zur Verfügung stellen: "Wenn ich dazu beitragen kann, bin ich natürlich dazu bereit."

Auf der Ehrentribüne nicht mehr willkommen

Das Verhältnis der einst dicken Kumpels Hoeneß und Breitner ist schwer belastet. Nachdem Breitner zuletzt heftige Kritik am Bayern-Präsidenten und an Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nach deren umstrittener Pressekonferenz geübt hatte, reagierte der Klub mit der Verbannung des früheren Spielführers aus dem VIP-Bereich.

Man habe "gemeinsam entschieden, dass er im Ehrengastbereich der Allianz Arena nicht mehr willkommen ist", sagte Finanzvorstand Jan-Christian Dreesen bei Spiegel online. Die "mehr als geringschätzigen Äußerungen über den FC Bayern und dessen handelnde Personen" in der Sendung Blickpunkt Sport seien der Grund gewesen.

Breitner "will keine Ehrenkarten"

Breitner konterte in Bild: Er habe ohnehin damit gerechnet, "und ich möchte den einen oder anderen im Moment sowieso nicht sehen". Er habe nun auch beschlossen, "meine zwei Ehrenkarten, die ich als Ehrenspielführer auf Lebenszeit besitze, zu Händen von Herrn Dreesen zurückzuschicken. Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, dass ich Freikarten will".

Breitner und Hoeneß hatten jahrelang bei den Bayern große Erfolge gefeiert und waren mit der Nationalmannschaft 1972 Europa- und 1974 Weltmeister geworden. Breitner war zuletzt als Berater, Chefscout und Markenbotschafter beim deutschen Rekordmeister tätig. Im März 2017 hatte er aber hingeworfen. Schon zu diesem Zeitpunkt galt das Verhältnis zu Hoeneß als belastet.

(bl/afp)