dpa

Streit über Rolle der Armee im Bürgerkrieg

31.10.2019 19:20 Uhr

Hitzige Debatten über die Rolle der Armee im Bürgerkrieg in Syrien haben die erste Arbeitssitzung des neu gegegründeten syrischen Verfassungsausschusses überschattet.

Die erste Arbeitssitzung des neu gegründeten syrischen Verfassungsausschusses ist von einer hitzigen Debatte über die Rolle der syrischen Armee im Bürgerkrieg überschattet worden. Aus Kreisen der Opposition hieß es am Donnerstag, ein Mitglied der Regierungsdelegation habe die Armee und ihre "Märtyrer" gerühmt. Das habe bei der Opposition Widerspruch ausgelöst, woraus eine laute Debatte entstanden sei. Die Gegner von Syriens Machthaber Baschar al-Assad werfen der Armee schwere Kriegsverbrechen vor.

"Lärm zu machen"

Ausschussmitglied Mais al-Kridi berichtete, die Opposition habe begonnen, "Lärm zu machen". Sie vertritt in dem Gremium die syrische Zivilgesellschaft. "Jemand hat angefangen, etwas gegen die syrische Nationalarmee zu sagen, das ist inakzeptabel", erklärte al-Kridi.

Der Ausschuss mit jeweils 50 Mitgliedern der Regierung, der Opposition und der Zivilgesellschaft war am Mittwoch in Genf eröffnet worden. Er soll unter dem UN-Dach eine neue Verfassung ausarbeiten. Der UN-Syrienbeauftragte Geir Pedersen hofft, so den Weg für eine politische Lösung des mehr als achtjährigen Konflikts zu ebnen.

(an/dpa)

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