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Stoltenberg: Türkei soll "beträchtlichen Einfluss" für Frieden in Berg-Karabach nutzen

23.10.2020 12:15 Uhr

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat sich in die militärische Auseinandersetzung zwischen Armenien und Aserbaidschan eingeschaltet. Der 61-Jährige forderte die Türkei auf, im Konflikt um die Region Berg-Karabach ihren "beträchtlichen Einfluss" zu nutzen und "als Nato-Mitglied" zur Entspannung beizutragen.

Die Feindseligkeiten zwischen Armenien und Aserbaidschan müssten endlich ein Ende haben, erklärte Stoltenberg nach einer Video-Konferenz der Nato-Verteidigungsminister. "Ich erwarte einen sofortigen Waffenstillstand."

Waffenruhen werden immer wieder gebrochen

Seit Ende September dauern die schwersten Gefechte seit den 1990er Jahren in der Region Berg-Karabach an. Es gab bereits zwei Waffenruhen, die jeweils kurz nach Inkrafttreten gebrochen wurden. Dafür gaben sich beide Seiten gegenseitig die Verantwortung - ebenso wie für den Ausbruch der Kämpfe.

Die Türkei steht traditionell an der Seite von Aserbaidschan. Armenien wirft der Türkei allerdings vor, Aserbaidschan auch militärisch zu unterstützen und hat die Nato aufgefordert, ihr Mitgliedsland zur Zurückhaltung zu bewegen. Völkerrechtlich zählt die selbsternannte Republik Berg-Karabach, die international nicht anerkannt ist, zu Aserbaidschan. Mehrheitlich wohnen in der Region aber Armenier.

(mb)

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