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Stimmen in sieben Bezirken werden neu ausgezählt

3.4.2019 10:18 Uhr

Der Höchste Wahlrat der Türkei (YSK) hat am 3. April beschlossen, dass einige Stimmen in sieben Bezirken von Istanbul nach den Kommunalwahlen vom 31. März neu bewertet werden sollen.

Zuvor hatten die Bezirkswahlräte von Şile, Bayrampaşa, Ataşehir, Ümraniye, Beykoz, Fatih und Gaziosmanpaşa beschlossen, Stimmen neu zu bewerten, die ursprünglich für ungültig erklärt worden waren, nachdem die regierende AKP beim Rat Widerspruch eingelegt hatte.

Der Wahlrat der Provinz Istanbul hat jedoch beschlossen, die Überprüfung und die Neubewertung dieser Stimmen aufgrund einer Berufung der Oppositionspartei CHP einzustellen. Die AKP legte gegen die Entscheidung ebenfalls Einspruch ein.

Außerordentliche Sitzung des YSK

Bei einer außerordentlichen Sitzung des YSK wurde die Entscheidung des Landtagswahlrates erörtert und der Beschluss gefasst, die Entscheidung aufzuheben. Man wolle nur einige Stimmen aus sieben Bezirken neu bewerten.

Am 2. April hat die AKP die Umfrageergebnisse in 39 Bezirksgemeinden Istanbuls offiziell angefochten. Bayram Senocak, der Provinzchef der AKP in Istanbul, sagte, er habe "erhebliche Diskrepanzen" bei den Umfrageergebnissen festgestellt.

Hauchdünner Vorsprung

Im Istanbuler Bürgermeisterrennen hat Ekrem İmamoglu von der CHP mit 48,79 Prozent der Stimmen derzeit einen knappen Vorsprung gegenüber dem Kandidaten der AKP und ehemaligen Ministerpräsidenten Binali Yildirim mit 48,51 Prozent.

Am 31. März wählten Millionen türkischer Bürger bei den Kommunalwahlen Stimmzettel aus, um die türkischen Bürgermeister, Stadtratsmitglieder, Muhtars (Nachbarschaftsbeamte) und Mitglieder älterer Räte für die nächsten fünf Jahre zu wählen.

(be/Hürriyet Daily News)