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Stimmen für Thüringer CDU halbieren sich - Mehrheit für Rot-Rot-Grün

7.2.2020 20:44 Uhr

Kein Wunder, dass sich CDU und FDP vor Neuwahlen in Thüringen scheuen: einer Umfrage nach haben sich die Stimmen für die CDU halbiert, die FDP würde nicht in den Landtag einziehen. Rot-Rot-Grün hingegen könnte nach der aktuellen Umfrage wieder auf eine Mehrheit hoffen.

Nach einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und n-tv würde die Linke des bisherigen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow deutliche Zugewinne verbuchen

Die CDU würde fast die Hälfte ihrer Wähler verlieren. Die FDP von Thomas Kemmerich käme nach dessen umstrittener Wahl zum Ministerpräsidenten nicht einmal mehr in den Landtag.

Die Linke, die bei der Wahl im Oktober 31,0 Prozent erreicht hatte, würde sich der Umfrage zufolge auf 37 Prozent verbessern. Auch Ramelows bisherige Koalitionspartner SPD (9 Prozent) und Grüne (7 Prozent) könnten leichte Zugewinne verbuchen. Die AfD würde sich ebenfalls leicht von 23,4 auf 24 Prozent verbessern.

Die CDU, die im vergangenen Herbst noch 21,7 Prozent der Wählerstimmen verbuchen konnte, stürzt in der Umfrage hingegen auf nur noch 12 Prozent ab. Die FDP, die im Oktober nur knapp die Fünf-Prozent-Hürde genommen hatte, käme nur noch auf einen Stimmenanteil von 4 Prozent.

Folgen für die FDP in Hamburg

Nach der umstrittenen Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum Thüringer Ministerpräsidenten spüren auch die Hamburger Liberalen im Bürgerschaftswahlkampf Folgen. Plakate der FDP würden derzeit "übermäßig häufig beschädigt", teilte ein Sprecher der Partei am Freitag auf Anfrage mit. Zudem gebe es Parteiaustritte. Eine Zahl könne aber noch nicht genannt werden.

Gut zwei Wochen vor der Bürgerschaftswahl in der Hansestadt käme die FDP laut einer am Donnerstag veröffentlichten NDR-Umfrage auf fünf Prozent, sollte am Sonntag gewählt werden. Allerdings wurden die Teilnehmer noch vor der Wahl in Erfurt befragt. Es sei plausibel, zu erwarten, "dass die Wahl Kemmerichs für die Hamburger FDP negativ zu Buche schlagen wird", sagte der Politologe Kai-Uwe Schnapp von der Universität Hamburg.

(be/dpa)

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