epa/Atef Safadi

Steinmeier zum Holocaust-Gedenken in Israel eingetroffen

22.1.2020 16:11 Uhr

Zu einem zweitägigen Besuch ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit seiner Frau Elke Büdenbender in Israel eingetroffen. Dort wollen sie an diesem Donnerstag zusammen mit rund 50 weiteren Staatsgästen aus aller Welt am internationalen Holocaust-Gedenken in Yad Vashem teilnehmen. Der Bundespräsident wurde in Jerusalem von Israels Staatspräsident Reuven Rivlin begrüßt. Beide führten anschließend ein erstes Gespräch.

Steinmeier schrieb ins Gästebuch: "Mit Dankbarkeit und Demut ergreife ich die Hand, die meinem Land und mir mit der Einladung zum World Holocaust Forum als Zeichen der Versöhnung gereicht wird."

75. Jubiläum der Befreiung von Auschwitz

Am kommenden Montag, dem 27. Januar jährt sich zum 75. Mal die Befreiung des deutschen Vernichtungslagers Auschwitz im von Hitler-Deutschland besetzten Polen. Aus diesem Anlass kommen unter anderem die Präsidenten Frankreichs und Russlands, Emmanuel Macron und Wladimir Putin, US-Vizepräsident Mike Pence und der britische Thronfolger Prinz Charles nach Jerusalem zu einer Großveranstaltung mit dem Titel "An den Holocaust erinnern, Antisemitismus bekämpfen".

Steinmeier und Rivlin wollen am Montag auch am Gedenken in Auschwitz teilnehmen und von dort aus gemeinsam in einer Maschine der deutschen Flugbereitschaft nach Berlin fliegen. Am Mittwoch wollen sie beide im Bundestag sprechen. Beim Holocaust Forum wird Steinmeier als erstes deutsches Staatsoberhaupt überhaupt in Yad Vashem eine Rede halten.

Das nationalsozialistische Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau gilt weltweit als Symbol für den Holocaust, bei dem die Nazis und ihre Helfer rund sechs Millionen Juden ermordeten. Nach Schätzungen wurden allein in Auschwitz mehr als eine Million Menschen umgebracht, zumeist Juden. Als Soldaten der Roten Armee das Lager am 27. Januar 1945 erreichten, fanden sie dort noch etwa 7000 überlebende Häftlinge. Viele von ihnen starben innerhalb kurzer Zeit an den Folgen von Hunger, Krankheiten und Erschöpfung.

(an/dpa)

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