epa/Marwan Ali

Steinmeier: Deutschland unterstützt Sudan auf dem Weg zur Demokratie

28.2.2020 0:16 Uhr

Bei seinem Weg zur Demokratie kann der Sudan auf deutsche Hilfe bauen. Das hat nun Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beteuert. "Wir unterstützen den Prozess der politischen Veränderungen, wir wissen um seine Schwierigkeiten, und wir wünschen diesen Veränderungen großen Erfolg", sagte Steinmeier am Donnerstag nach einem Gespräch mit dem Vorsitzenden des Souveränitätsrats, General Abdel Fattah Abdelrahman Burhan, in Khartum.

Zugleich rief er die internationale Gemeinschaft dazu auf, dem Sudan zu helfen. "Die Welt sollte erkennen, dass sie dem Sudan zur Seite stehen muss."

"Starkes Zeichen"

Burhan wertete den Besuch Steinmeiers als ein "starkes Zeichen" und betonte: "Wir wollen Partner sein mit Deutschland, mit der Europäischen Union." Er bat auch um Unterstützung, damit sein Land von der Liste der terrorunterstützenden Staaten der USA gestrichen wird. Steinmeier traf sich anschließend mit Premierminister Abdullah Hamduk, der erst vor wenigen Tagen in Berlin gewesen war.

Der Sudan war fast 30 Jahre lang von Omar Hassan al-Baschir mit harter Hand regiert worden. Der Langzeit-Machthaber war im April vergangenen Jahres durch Massenproteste und einen Militärputsch aus dem Amt getrieben worden. Im Juli einigten sich das Militär und die zivile Opposition auf eine Übergangsregierung, die den Weg zu Wahlen binnen drei Jahren ebnen soll.

Das Land im Nordosten Afrikas wird nun von einem Souveränen Rat aus Militärs und Zivilisten sowie einem Kabinett regiert. Es befindet sich in einem schwierigen Übergangsprozess hin zur Demokratie mit noch unsicherem Ausgang. Der Sudan mit 42 Millionen Einwohnern gehört zu den 25 ärmsten Ländern der Welt.

(an/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.