Starke Erdbeben im Nordosten des Japan IMAGO / Kyodo News

Starkes Erdbeben in Japan

14.2.2021 15:04 Uhr

Bei dem schwersten Erdbeben im Nordosten Japans seit der Tsunami-Katastrophe vor zehn Jahren sind mindestens 100 Menschen verletzt worden.Seine Regierung habe Berichte über viele Verletzte, aber keine Toten erhalten, erklärte Premier Yoshihide Suga am Sonntagmorgen. Auch gab es diesmal keine Gefahr durch einen Tsunami. Die Erschütterung vor der Küste Fukushimas und Miyagis vom Samstag gegen 23:08 Uhr (Ortszeit) hatte eine Stärke von 7,3. Zunächst war die Stärke des Erdbebens mit 7,1 angegeben worden. Die lang andauernde Erschütterung war auch in Tokio zu spüren gewesen.

Fukushima Daiichi Kernkraftwerkanlage hat wegen dem Erdbeben keine Schaden bekommen. MAGO / Kyodo News

Nach Einschätzung der nationalen Meteorologischen Behörde handelte es sich um ein Nachbeben des schweren Seebebens der Stärke 9,0, das am 11. März 2011 in derselben Region im Nordosten einen massiven Tsunami ausgelöst hatte. Dabei waren damals 18.500 Menschen in den Tod gerissen worden. Im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi kam es damals zu einem Super-Gau. Diesmal gab es keine weiteren Unregelmäßigkeiten in der Atomruine, hieß es unter Berufung auf den Betreiber Tepco. Auch aus anderen derzeit stillgelegten Atomkraftwerken gab es keine Berichte über Schäden. In fast einer Million Haushalten fiel in Folge der Erschütterung vorübergehend die Stromversorgung aus. Die Behörden warnten vor weiteren Nachbeben. Auf TV-Bildern waren Schäden an einigen Gebäuden und ein Erdrutsch zu sehen. In einigen Geschäften fielen die Waren aus den Regalen. Der Betrieb von Hochgeschwindigkeitszügen wurde vorübergehend gestoppt.

(dpa)

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