dpa

Staatsbesuch in Japan

21.11.2019 12:36 Uhr

Zu einem dreitägigen Besuch ist Außenminister Heiko Maas (SPD) in Japan eingetroffen. Er landete am Donnerstag in Hiroshima, wo er am Freitag der Opfer des ersten Atombombenangriffs vor 74 Jahren gedenken will. Die Bemühungen um nukleare Abrüstung werden auch Thema beim G20-Außenministertreffen sein, an dem Maas anschließend in Nagoya teilnimmt.

Maas sagte bei seiner Ankunft in Hiroshima, er wolle sich ein Bild «von der blinden Zerstörungskraft von Atomwaffen» machen und für Abrüstung werben. «Wenn wir in einer sicheren Welt leben wollen, dann kann das nur eine Welt ohne Nuklearwaffen sein. Dafür müssen wir allerdings international zusammenarbeiten.»

Japans Kapitulation nach der Bombe

Bei dem Atombombenangriff der USA auf Hiroshima wurde die Stadt am 6. August 1945 fast vollständig zerstört. Bis Ende 1945 starben etwa 140 000 Menschen, Zehntausende weitere kamen durch die Spätfolgen der Strahlung ums Leben. Drei Tage nach dem Angriff auf Hiroshima warfen die USA eine weitere Atombombe auf Nagasaki ab. Dort starben weitere 70 000 Menschen. Im Anschluss an den Doppelschlag kapitulierte Japan im Zweiten Weltkrieg.

Mit dem G20-Außenministertreffen in Nagoya endet der Vorsitz Japans in der Gruppe führender Wirtschaftsmächte. Auf der Agenda stehen die Afrika-Politik, Freihandel und die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung. Der jährliche Gipfel hatte bereits im Juni in Osaka stattgefundenen. Am 1. Dezember übernimmt Saudi-Arabien den Vorsitz und plant für November 2020 den nächsten Gipfel in Riad.

(an/dpa)

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