epa/Hayoung Jeon

Staatsbesuch in Deutschland

4.7.2019 8:04 Uhr

In Deutschland ist der irische Präsident Michel D. Higgins für einen dreitägigen Staatsbesuch eingetroffen. Zum Auftakt wurde er am Mittwoch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Berliner Schloss Bellevue mit militärischen Ehren begrüßt.

Anschließend führten beide ein Gespräch miteinander. Higgins wird am Nachmittag auch von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) empfangen und sich mit Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) treffen.

Deutsche positive Führungsrolle

Bereits vor seinem Eintreffen dankte Higgins Deutschland für seine "positive europäische und globale Führungsrolle" insbesondere während der Migrationskrise. "Ich erkenne die Opfer an, die Deutschland erbracht hat, um diejenigen willkommen zu heißen, die Zuflucht vor Konflikten, Unterdrückung, Gewalt und Hass suchten", schrieb er in einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

Ein wesentliches Gesprächsthema werden voraussichtlich die Brexit-Verhandlungen sein. Eines der größten Probleme dabei besteht darin, dass aus Sicht der Europäischen Union keine neue Grenze zwischen dem EU-Mitglied Irland und dem zu Großbritannien gehörenden Nordirland entstehen darf. Higgins bedankte sich in der "FAZ" für die Solidarität, die seinem Land in der Brexit-Frage derzeit entgegengebracht werde. "Noch nie war Europa für Irland wichtiger."

Weitere Stationen des Besuchs werden am Donnerstag und Freitag Leipzig, Würzburg und Frankfurt sein.

(an/dpa)

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