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Sport im Freien in der Winterzeit: Darauf kommt es an

15.1.2021 15:30 Uhr

In den Wintermonaten wird es auch in vielen Regionen der Türkei empfindlich kalt: Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, vereiste Straßen und Schneefall sind dann häufig an der Tagesordnung. Viele Hobbysportler wollen aber auch unter diesen Bedingungen weiterhin im Freien trainieren. Grundsätzlich ist dies eine gute Idee, um die Kondition zu verbessern und das Immunsystem zu stärken – aber nur, wenn mit entsprechender Kleidung und passenden Accessoires vorgesorgt wird.

Welche Körperteile müssen bei Kälte besonders geschützt werden?

Nicht nur Profisportler wie etwa die Fußballspieler der türkischen Süper Lig trainieren auch in der kalten Jahreszeit oftmals unter freiem Himmel. Auch viele Hobbysportler möchten im Herbst und Winter nicht auf die Bewegung an der frischen Luft verzichten, anstatt auf Hallen und Fitnessstudios auszuweichen. Da zu dieser Jahreszeit aber ein deutlich erhöhtes Erkältungsrisiko besteht, raten Experten dazu, bei niedrigen Temperaturen nur mit angemessener Bekleidung im Freien Sport zu treiben. Besonders empfindlich ist der Kopfbereich, da über diesen beim Schwitzen sehr viel Wärme entweicht. Ein kalter Kopf wird schnell als unangenehm empfunden und ein Auskühlen des gesamten Körpers begünstigen. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass der Kopf- und Halsbereich sowie die Ohren vor Kälte geschützt werden. Eine Mütze oder ein Stirnband aus einem atmungsaktiven Material ist hier sinnvoll, ebenso wie ein Schal oder Tuch, das den Hals wärmt und notfalls auch vor den Mund gehalten werden kann.

Mehrere Schichten halten warm und verhindern ein Auskühlen

In der Herbst- und Winterzeit ist es auch beim Sport im Freien anzuraten, auf den sogenannten Zwiebellook zurückzugreifen. Mehrere Schichten dünner, aber atmungsaktiver Kleidungsstücke isolieren optimal und transportieren den Schweiß vom Körper weg. Dadurch steigt nicht nur der Tragekomfort, da sich die auf der Haut befindlichen Schichten trocken anfühlen, sondern auch einem Auskühlen kann vorgebeugt werden. Ein ausgekühlter Körper ist anfällig gegen Viren und kann sich schnell eine Erkältung oder auch eine Blasen- oder Nierenentzündung einfangen. Zuallererst sollte Thermo-Unterwäsche zum Einsatz kommen, die von dünnen Shirts oder Pullovern und zuletzt von einer wind- und wasserdichten Outdoor-Jacke bedeckt werden. An den Beinen ist es besonders bei starkem Wind sinnvoll, eine Thermoleggings zu verwenden, über die dann etwa eine Nike Jogginghose gezogen werden kann. Grundsätzlich gilt: Outdoor-Sportler sollten so viel wie nötig und so wenig wie möglich tragen, damit die Beweglichkeit nicht eingeschränkt wird.

Rutsch- und wasserfeste Schuhe dürfen nicht fehlen

Kein Outfit für Outdoor-Sportler in der kalten Jahreszeit ist komplett ohne das passende Schuhwerk. Nasse Füße können schnell den Spaß am Joggen oder Fußballspielen verderben, ebenso wie rutschige Sohlen. Ein tiefes und ausgeprägtes Profil ist dringend zu empfehlen, denn auch ohne Eis und Schnee wird es im Herbst und Winter schnell rutschig, so zum Beispiel durch herabgefallenes Laub. Bei einem Umknicken oder einem Sturz kommt es schnell zu Verletzungen, denen mit geeigneten Schuhen vorgebeugt werden kann. Grundsätzlich haben Ärzte übrigens keine Einwände gegen sportliche Betätigung im Freien auch bei niedrigen Temperaturen. Allerdings raten sie dazu, ab Werten von etwa -10° C doch vorübergehend auf Innenräume auszuweichen, da starker Frost den Organismus unnötig belastet.

(Hürriyet.de)

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