dpa

Spitzenpolitiker aus aller Welt verurteilen Moschee-Attacke in Neuseeland

15.3.2019 13:52 Uhr

Das Entsetzen über den Anschlag auf zwei Moscheen in Neuseeland ist unter Politikern weltweit groß.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihre Trauer über den mutmaßlichen Terrorangriff auf zwei Moscheen in Neuseeland ausgedrückt. "Es handelt sich hier um einen perfiden Angriff auf Betende und ihre Gotteshäuser", sagte Merkel am Freitag nach einem Spitzentreffen mit den deutschen Wirtschaftsverbänden in München. "Das ist ein Anschlag, der gegen Muslime gerichtet ist. Er ist damit auch ein Anschlag auf die neuseeländische Demokratie und auf die offene und tolerante Gesellschaft", betonte Merkel. "Wir teilen diese Werte mit Neuseeland. Und damit teilen wir auch das Entsetzen und die Verurteilung dieser schrecklichen Tat."

Zuvor hatte ihr Sprecher Steffen Seibert bereits in ihrem Namen auf Twitter die Anteilnahme ausgedrückt. "Tief erschüttert verfolge ich die Nachrichten aus Christchurch", hieß es in der Mitteilung. "Ich trauere mit den Neuseeländern um ihre Mitbürger, die friedlich betend in ihren Moscheen überfallen + aus rassistischem Hass ermordet wurden."

Auch der Bundesrat gedachte zu Beginn seiner Sitzung der Opfer mit einem kurzen Schweigen. "Wir verurteilen die sinnlose Gewalt auf das Äußerste", sagte Präsident Daniel Günther. Die Gedanken seien bei den Verletzten, den Angehörigen der Toten und der gesamten Nation.

Kramp-Karrenbauer verurteilt Angriff

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat den Angriff auf Moscheen in Neuseeland mit mindestens 49 Toten scharf verurteilt. Egal, gegen wen sich Hass, Gewalt und Terror richteten, "am Ende sterben Menschen, verlieren Kinder ihre Eltern und Eltern ihre Kinder. Dafür kann es keine Erklärung und darf es nie Entschuldigung geben", schrieb Kramp-Karrenbauer am Freitag auf Twitter. "Im Gedenken an Opfer in #christchurch nie einen Zweifel daran aufkommen lassen", ergänzte sie. Bei den mutmaßlichen Terrorangriffen in der neuseeländischen Stadt Christchurch waren nach Polizeiangaben mindestens 49 Menschen getötet worden.

Macron: Angriff auf Moscheen in Neuseeland ist abscheulich

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die mutmaßlichen Terror-Angriffe auf zwei Moscheen in der neuseeländischen Stadt Christchurch als "abscheuliche Verbrechen" verurteilt. "Frankreich stellt sich gegen alle Formen des Extremismus und geht mit seinen Partnern gegen den Terrorismus in der Welt vor", teilte Macron am Freitag mit. Alle Gedanken seien jetzt bei den Opfern und ihren Angehörigen. Bei dem Angriff in Christchurch wurden am Freitag nach Angaben der Polizei Dutzende Menschen getötet. Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern sprach von einem "terroristischen Angriff".

Papst bestürzt: "Sinnlose Gewalttaten"

Papst Franziskus hat mit Bestürzung auf die Angriffe auf Moscheen in Neuseeland reagiert. Das katholische Kirchenoberhaupt sei tief betrübt gewesen, als er von den sinnlosen Gewalttaten erfahren habe, hieß es am Freitag in einem Telegramm des Vatikans. "Im Angesicht dieser Angriffe sichert er allen Neuseeländern und insbesondere der muslimischen Gemeinde seine tief empfundene Solidarität zu." Der Pontifex bete für "die Heilung der Verletzten, den Trost für diejenigen, die den Verlust ihrer Lieben betrauern, und für alle diejenigen, die von dieser Tragödie betroffen sind".

Iran verurteilt Moschee-Angriffe

Der Iran hat die Angriffe auf Moscheen in Neuseeland aufs Schärfste verurteilt. Der Iran verurteile Terrorismus in jeder Form und unter welchem Motiv auch immer. "Daher fordern wir von der neuseeländischen Regierung auch eine lückenlose Aufklärung dieses brutalen und unmenschlichen Terrorakts", sagte Außenamtssprecher Bahram Ghassemi am Freitag. Rassismus im Allgemeinen und Islamfeindlichkeit im Besonderen bedrohten die Sicherheit von Menschen weltweit und sollten daher auch weltweit verurteilt und bekämpft werden, so der Sprecher nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA. Bei dem Angriff auf zwei Moscheen in Christchurch sind am Freitag nach Polizeiangaben mindestens 49 Menschen getötet und Dutzende verletzt worden.

Saudi-Arabien und arabische Staaten verurteilen Moschee-Angriffe

Saudi-Arabien und andere arabische Staaten haben den Angriff auf Moscheen in Neuseeland aufs Schärfste verurteilt. "Terror hat keine Religion und keine Heimat", hieß es am Freitag aus dem Außenministerium in Riad, wie die staatliche saudische Agentur SPA meldete. Das ägyptische Außenministerium erklärte, dieser "niederträchtige Terrorakt" widerspreche "allen humanen Prinzipien". Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) teilten mit, sie lehnten jede Form des Terrors ab und stünden an der Seite Neuseelands.

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(be/dpa)