dpa

Spielergewerkschaft äußert Bedenken gegen neue Club-WM

13.3.2019 21:17 Uhr

FIFA-Präsident Gianni Infantino und seine Pläne zu einer aufgestockten Club-WM stoßen bei der internationalen Fußballspielergewerkschaft FIFpro auf wenig Gegenliebe. Die Gewerkschaft sorgt sich schlicht und ergreifend um die Spieler, denn die müssten die Kalenderstraffungen ausbaden.

Nach einer Tagung in Amsterdam forderte der FIFpro-Vorstand eine umfassende Überprüfung des Spielkalenders, bevor Änderungen an internationalen Turnieren vorgenommen würden, hieß es in einem Statement der FIFpro. Infantino möchte bereits am 15. März bei der Sitzung des FIFA-Councils in Miami seine Pläne bestätigen lassen. Der FIFpro-Vorstand sieht zum einen Reformen als natürlichen und notwendigen Bestandteil der Innovationen im Sport an, doch hätten "verschiedene Reformen der letzten Jahre zu einem überfüllten Spielkalender geführt, der sich laut FIFPro-Forschung auf die Gesundheit und Leistung der Spieler auswirkt", heißt es in der Mitteilung vom Mittwoch.

Um die Gesundheit der Spieler zu gewährleisten, seien Pausen zwischen den Saisonhälften und nach der Saison obligatorisch, zudem müsse die Anzahl der Spiele und internationalen Reisen in jeder Saison begrenzt bleiben. Angesichts der geplanten Aufstockung bei der WM von 32 auf 48 Teams fordert die FIFpro darum eine "Mindestruhezeit zwischen den Spielen von 72 Stunden." Auch sollten die durch die Aufstockung erzielten wirtschaftlichen Gewinne in den gesamten Fußball einfließen. Die Gewerkschaft nannte Problemfelder wie die unzureichende Beratung für das Leben der Spieler nach der Karriere oder die ebenso unzureichenden Investitionen in den Frauenfußball.

(ce/dpa)

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