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Spiegel: Streit um Reisewarnung für die Türkei spitzt sich zu

26.6.2020 17:52 Uhr

Während die Türkei auf eine baldige Aufhebung der Reisewarnung aus Europa wartet, berichtet der "Spiegel", dass es nun einen neuen Grund geben könnte, warum die Warnung bis jetzt nicht gefallen ist.

Wie der Spiegel am Freitagnachmittag unter Berufung auf "Eingeweihte" berichtete, erwarte die Bundesregierung, dass vor einer Lockerung eine Corona-Vorschrift der Türkei fallengelassen wird, die besagen soll, dass Infizierte sich umgehend in ein Krankenhaus zur Behandlung mit Hydroxychloroquin zu begeben hätten. Da das Malaria-Mittel in Deutschland nicht nur hoch umstritten, sondern nicht zur Therapie von Covid-19-Patienten zugelassen ist, poche das Auswärtige Amt laut "Spiegel" darauf, zunächst diese Verordnung zu canceln, bevor man an eine Aufhebung der Reisewarnung denken könne.

Auch die Einstufung der Türkei als Corona-Risikogebiet durch das RKI sei ein weiteres Argument für das zögerliche Herangehen der deutschen Regierung in Sachen Reisewarnungs-Lockerung.

Außenminister Cavusoglu erwägt Deutschlandreise

Der türkische Außenminister Cavusoglu hat sich wiederholt enttäuscht über die Entscheidung gezeigt, die Türkei weiterhin mit einer Reisewarnung zu versehen. Es gebe für sie "keinen objektiven und wissenschaftlichen Grund", so Cavusoglu.

Der Außenminister erwäge einen Besuch in der deutschen Hauptstadt Berlin in der nächsten Woche, wie der Spiegel weiter berichtet.

(be)

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