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SPD-Vorsitz: Scholz begründet Kandidatur mit Verantwortungsgefühl

18.8.2019 17:13 Uhr

Eigentlich wollte Olaf Scholz den SPD-Vorsitz auf keinen Fall, doch jetzt hat er seine Meinung geändert. Er begründet dies mit seinem Verantwortungsgefühl.

«Alles, was man tut, muss man aus Verantwortung machen. Und manchmal muss man auch Dinge, die man sich überlegt hat, überlegen, weil die Verantwortung das gebietet», sagte er am Sonntag beim Tag der offenen Tür der Bundespressekonferenz auf die Frage, was zu seiner Entscheidung geführt habe, nun doch für den SPD-Vorsitz zu kandidieren. Noch vor wenigen Wochen hatte Scholz gesagt, die Aufgaben des Finanzministers seien mit der aufwendigen Arbeit des SPD-Chefs nicht vereinbar.

Aufgaben für das 21. Jahrhundert

Wenn man nicht die Kraft habe, etwas anders als vorher geplant zu machen, «dann ist man auch nicht jemand, der wirklich Führungsaufgaben ordentlich wahrnimmt», sagte Scholz. «Ich habe für mich jetzt den Eindruck gehabt, es wäre nicht verantwortlich, bei der Bedeutung, die die SPD für die Zukunft unseres Landes hat, wenn ich jetzt nicht sagen würde, ich will das machen. Und darum habe ich das anders entschieden, als ich das ursprünglich getan habe.»

Auf die Frage, ob die Aufgaben nun für ihn zeitlich vereinbar seien, sagte der Vizekanzler: «Das ist immer schwierig. Und ich glaube, das sollte sich auch keiner vormachen.» Er ergänzte aber: «Aus meiner Sicht würde ich das nicht machen, wenn ich nicht eine Vorstellung hätte, dass ich es hinkriegen kann.» Es gehe jetzt aber nicht um die Frage, wer welche Belastung habe, sondern darum, darüber zu reden, wie die älteste demokratische Partei Deutschlands die Aufgaben für das 21. Jahrhundert gut lösen könne.

(be/dpa)

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