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SPD verstehe Wähler nicht mehr

5.6.2019 20:40 Uhr

Auf die SPD komme, laut dem ehemaligen Finanzminister Peer Steinbrück, schwere Zeiten zu. "Die Lage der SPD ist unzweifelhaft sehr existenziell. Und sie hat offenbar ihre politische Mission im 21. Jahrhundert verloren», sagte der SPD-Kanzlerkandidat von 2013 am Dienstagabend in der ZDF-Sendung "Markus Lanz".

Die SPD habe es zu tun mit einem völlig verändertem Wahlverhalten und sehr unterschiedliche fragmentierten Milieus und habe darauf keine Antwort. Das tue weh in einem Jahr, in dem er seit 50 Jahren der SPD angehöre.

Griffey sei positive Erscheinung

Wer nach dem Rücktritt von SPD-Partei- und -Fraktionschefin Andrea Nahles die Partei führen soll, wollte Steinbrück nicht sagen. Er würde aber all jene unterstützen, die sagen, die oder der nächste Vorsitzende sollte in einem Mitgliederentscheid bestimmt werden.

Er würde sich freuen, wenn Familienministerin Franziska Giffey (SPD) eine größere Verantwortung bekäme, sagte Steinbrück weiter. Sie sei eine "überraschend positiv Erscheinung" im Kabinett. Er wisse zugleich um die Prüfung ihrer Doktorarbeit auf Plagiatsverdacht, schränkte Steinbrück ein.

(an/dpa)