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SPD solle sich Doppelspitze zulegen

13.6.2019 8:41 Uhr

Die SPD solle sich auf Bundesebene eine Doppelspitze zulegen, so ihr früherer Vordenker Erhard Eppler. „Ich könnte mir auch vorstellen, dass ein Mann und eine Frau die Partei zusammen führen - wenn beide harmonieren und sich nicht gegenseitig im Weg stehen“, sagte Eppler der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart.

„Die könnten sich dann ihre Arbeitsgebiete teilen.“ Es komme auf die Strahlkraft der Führung an.

Eppler wäre für Schwesig

Befragt nach möglichen Kandidaten für das Amt, sagte Eppler: „Dabei fällt mir zum Beispiel Manuela Schwesig ein. Ihr würde ich zutrauen, dass sie in einer Doppelspitze mit jemand anderem die Partei führt.“ Allerdings hat Schwesig, die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern ist, bereits erklärt, nicht für den Parteivorsitz kandidieren zu wollen. Sie ist aber Teil des Trios, das die Partei nach dem Rücktritt von Andrea Nahles kommissarisch leitet.

Eppler nannte auch die frühere Bundesjustizministerin und Spitzenkandidatin der SPD für die Europawahl, Katarina Barley, außerdem die sächsische Integrationsministerin Petra Köpping als geeignete Kandidatinnen. Zudem nannte er Generalsekretär Lars Klingbeil.

Der 92 Jahre alte Eppler ist seit mehr als 60 Jahren Mitglied der SPD. Von 1968 bis 1974 war er Entwicklungshilfeminister. Später war er zweimal Spitzenkandidat der Südwest-SPD - allerdings erfolglos.

(an/dpa)