epa/Hayoung Jeon

SPD offen für Doppelspitze

24.6.2019 12:32 Uhr

Für ein Duo in der SPD-Führung hat sich Generalsekretär Lars Klingbeil ausgesprochen. „Ich glaube, dass es jetzt für die SPD richtig ist, zu einer Doppelspitze zu kommen“, sagte der Politiker am Montag im ARD-“Morgenmagazin“.

Klingbeil forderte, dass mal anders entschieden werden müsse als in den letzten Jahren. „Da haben sich immer zwei ältere Männer getroffen und haben entschieden, wie es mit der SPD weitergeht“, sagte Klingbeil. „Heute sollen die Mitglieder mitreden, es soll in den Parteigremien entschieden werden.“ Die SPD-Spitze will am Montag das Verfahren für die künftige Vorsitzendenwahl festlegen.

"Mann und Frau - das ist gesetzt"

Sofern es zu einer Doppelspitze kommen sollte, steht für Klingbeil fest: „Mann und Frau - das ist gesetzt.“ Eine neue Spitze müsse sich klar positionieren. „Wie muss die SPD sich weiterentwickeln? Wie können wir klare Kante zeigen? Was sind die programmatischen Schwerpunkte?“, fragte Klingbeil.

Auch ein Ende der großen Koalition schloss der Politiker nicht aus. Das Klimaschutzgesetz, die Grundrente und der Soli-Abbau seien für ihn wichtig. „Das sind alles Punkte, wo ich merke: Die Union ist gerade nicht gut drauf, die blockieren, die bremsen.“ Wenn da nichts passiere, dann werde es schwierig für die SPD, an dieser Koalition noch festzuhalten. Der neue SPD-Vorsitz soll auf dem Bundesparteitag im Dezember gewählt werden.

(an/dpa)

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